Virtuelle Kreditkarten für Unternehmen

Virtuelle Kreditkarten für Unternehmen

Virtuelle Kreditkarten sind digitale Kreditkarten, die Unternehmen für Zahlungen ohne physische Plastikkarte einsetzen. Sie können für einzelne Mitarbeitende, Teams oder konkrete Anwendungsfälle erstellt werden. Die Nutzung erfolgt überwiegend online oder über digitale Wallets.

Für Unternehmen gewinnen virtuelle Kreditkarten an Bedeutung, weil sie Ausgaben transparenter, sicherer und einfacher steuerbar machen. Statt Karten weiterzugeben oder Auslagen zu erstatten, lassen sich Zahlungen direkt einem Zweck, Budget oder Karteninhaber zuordnen. Besonders bei Online-Zahlungen, Abonnements, Remote-Teams und gelegentlichen Geschäftsreisen bieten virtuelle Kreditkarten klare organisatorische Vorteile.

Das Wichtigste auf einen Blick:
  • Zentrale Ausgabenkontrolle in Echtzeit: Virtuelle Kreditkarten ermöglichen eine sofortige Übersicht über Zahlungen, Transaktionen und Budgets – ohne zeitverzögerte Abrechnungen oder manuelle Nachmeldungen.
  • Klare Zuordnung von Kostenstellen: Jede virtuelle Karte kann einem Mitarbeitenden, Team, Projekt oder Reisezweck zugewiesen werden, was Buchhaltung und Reporting deutlich vereinfacht.
  • Durchsetzung von Ausgabenrichtlinien: Limits, Laufzeiten und Verwendungszwecke der Kreditkarte werden direkt definiert und technisch durchgesetzt – statt erst im Nachhinein geprüft.
  • Weniger Auslagen und Erstattungen: Zahlungen erfolgen direkt über Firmenkarten, wodurch private Vorleistungen und aufwendige Erstattungsprozesse entfallen.
  • Effizient für Geschäftsreisen: Virtuelle Kreditkarten eignen sich für Reisebuchungen, einmalige Reiseausgaben und gelegentliche Reisende, ohne dauerhaft physische Karten auszugeben.
  • Hohe Sicherheit bei Online- und Reiseausgaben: Eigene Kartendaten, Einmalkarten und Tokenisierung reduzieren das Risiko von Kartenmissbrauch und unerwünschten Abbuchungen.
  • Flexibel für Remote- und internationale Teams: Karten lassen sich ortsunabhängig bereitstellen und zeitlich begrenzen – ohne Versand oder Übergabe.
  • Unterstützt Compliance und Audits: Digitale Transaktionen mit klarer Verantwortlichkeit erleichtern Nachweise, Prüfungen und interne Kontrollen.
  • Ergänzung zu bestehenden Firmenkartenprogrammen: Virtuelle Kreditkarten erweitern klassische Firmenkreditkarten dort, wo Flexibilität, Kontrolle und Transparenz entscheidend sind.
  • Nicht für jeden Zweck geeignet: Bargeldabhebungen und bestimmte Vor-Ort-Szenarien (z. B. Kautionen) erfordern weiterhin physische Karten.

Was ist eine virtuelle Kreditkarte?

Eine virtuelle Kreditkarte ist eine digitale Form der Kreditkarte, die nicht in Form einer physischen Plastikkarte vorliegt. Sie wird ausschliesslich elektronisch bereitgestellt und verfügt über dieselben grundlegenden Kartendaten wie eine klassische Kreditkarte: Kreditkartennummer, Ablaufdatum und einen Sicherheitscode. Zusätzlich ist sie einem Karteninhaber oder einem klar definierten Verwendungszweck zugeordnet bzw. kann zeitlich begrenzt werden.

Die virtuelle Kreditkarte im Unternehmens-Kontext

Unternehmen können virtuelle Kreditkarten gezielt für einzelne Mitarbeitende, Teams oder Ausgabenarten erstellen. Die Karte wird für Zahlungen im Internet, für digitale Services oder für wiederkehrende Transaktionen genutzt, ohne dass eine physische Karte ausgegeben oder weitergegeben werden muss.

Ein wesentliches Merkmal virtueller Kreditkarten ist ihre sofortige Verfügbarkeit. Nach der erfolgreichen Beantragung können sie in der Regel direkt eingesetzt werden. Dadurch eignen sie sich besonders für kurzfristige Zahlungen, projektbezogene Ausgaben oder den Einsatz in Remote-Teams.

Virtuelle Kreditkarten sind von anderen Kartenformen abzugrenzen:

  • Sie sind keine Plastikkarte, können aber in vielen Fällen über digitale Wallets auf Smartphone oder Smartwatch genutzt werden.

  • Sie sind nicht primär dafür gedacht, Bargeld abzuheben, sondern für digitale Zahlungen und Transaktionen.

  • Sie lassen sich im Unternehmen gut mit einer Debitkarte oder physischen (Prepaid-)Kreditkarte kombinieren, um verschiedene Anwendungsfälle abzudecken.

Virtuelle Kreditkarten sind eine eigenständige Kartenform innerhalb moderner Firmenkartenlösungen und ergänzen klassische Kreditkarten dort, wo Flexibilität, Sicherheit und Ausgabenkontrolle im Vordergrund stehen.

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Wie funktioniert eine virtuelle Kreditkarte?

Eine virtuelle Kreditkarte wird digital erstellt und zentral verwaltet. Unternehmen legen die Karte in einem Karten- oder Ausgabenmanagement-System an und definieren dabei den Karteninhaber, den Verwendungszweck sowie Limits für Betrag, Zeitraum oder Händler. Nach der Erstellung steht die virtuelle Kreditkarte sofort zur Verfügung und kann direkt für Zahlungen eingesetzt werden.

Die Karte funktioniert technisch wie eine klassische Kreditkarte. Bei einer Zahlung werden Kreditkartennummer, Ablaufdatum und Sicherheitscode übermittelt und vom Zahlungsnetzwerk autorisiert. Für Unternehmen bedeutet das: Virtuelle Kreditkarten sind überall dort einsetzbar, wo Kreditkartenzahlungen akzeptiert werden – insbesondere bei Online-Zahlungen, digitalen Services und Abonnements.

Ein zentraler Sicherheitsmechanismus ist die Tokenisierung. Dabei werden die eigentlichen Kartendaten durch ein digitales Token ersetzt, das nur für einen bestimmten Händler, Betrag oder Zeitraum gültig ist. Selbst wenn Kartendaten kompromittiert werden, lassen sich diese Tokens nicht erneut verwenden. Das reduziert das Risiko von Missbrauch deutlich.

Virtuelle Kreditkarten können ausserdem in digitale Wallets eingebunden werden. Über Wallets ist auch kontaktloses Bezahlen möglich, ohne dass eine Plastikkarte existiert. Für den Einsatz vor Ort ist dabei meist ein mobiles Endgerät erforderlich.

Im laufenden Betrieb lassen sich virtuelle Kreditkarten flexibel steuern:

  • Karten können jederzeit pausiert, geändert oder gelöscht werden

  • Limits und Berechtigungen sind in Echtzeit anpassbar

  • Transaktionen werden unmittelbar erfasst und Ausgaben transparent zugeordnet

So verbinden virtuelle Kreditkarten den bekannten Zahlungsprozess einer Kreditkarte mit deutlich mehr Kontrolle und Sicherheit für Unternehmen.

Welche Arten virtueller Karten gibt es?

Virtuelle Kreditkarten sind nicht einheitlich aufgebaut. Je nach Einsatzzweck und Kartenmodell unterscheiden sich virtuelle Karten in ihrer Abrechnung, Nutzungsdauer und Flexibilität. Für Unternehmen ist diese Differenzierung wichtig, um die passende Kartenart für unterschiedliche Ausgaben zu wählen.

Einmalkarte vs. mehrfach nutzbare virtuelle Karte

Einmalkarten sind virtuelle Kreditkarten, die nur für eine einzelne Zahlung oder einen klar definierten Betrag gültig sind. Nach der Nutzung verlieren sie automatisch ihre Gültigkeit. Sie eignen sich besonders für einmalige Online-Zahlungen, neue Händler oder Situationen mit erhöhtem Sicherheitsbedarf.

Mehrfach nutzbare virtuelle Karten können dagegen für wiederkehrende Zahlungen eingesetzt werden, etwa für Abonnements, Softwarelizenzen oder laufende Dienstleisterkosten. Unternehmen behalten dabei die Kontrolle über Limits und Laufzeit, ohne für jede Zahlung eine neue Karte erstellen zu müssen.

Virtuelle Kreditkarte vs. virtuelle Debitkarte

Eine virtuelle Kreditkarte wird über einen Kreditrahmen abgerechnet. Die Ausgaben werden gesammelt und zu einem späteren Zeitpunkt beglichen. Das kann für Unternehmen Vorteile beim Cashflow und bei der Bündelung von Zahlungen bieten.

Eine virtuelle Debitkarte ist die digitale Variante einer Debitkarte und direkt mit einem Girokonto verbunden. Zahlungen werden unmittelbar vom verfügbaren Guthaben abgebucht bzw. reserviert. Dadurch entsteht hohe Kostentransparenz, da Ausgaben sofort sichtbar sind.

Die Wahl zwischen Kredit- und Debitmodell hängt vom Finanzprozess, den internen Anforderungen an Kontrolle und Liquidität sowie dem Verwendungszweck der Karte ab. Einige Händler und Dienstleister bevorzugen zudem die Zahlung über einen bestimmten Kartentyp oder bieten nur begrenzte Optionen an.

Virtuelle Prepaid-Kreditkarte

Bei einer virtuellen Prepaid-Kreditkarte wird die Karte vorab mit einem festen Betrag aufgeladen. Nur dieses Guthaben kann ausgegeben werden. Prepaid-Modelle eignen sich besonders für klar begrenzte Budgets, externe Mitarbeitende oder temporäre Projekte, bei denen kein Kreditrahmen genutzt werden soll.

Wofür nutzen Unternehmen virtuelle Kreditkarten?

Virtuelle Kreditkarten werden in Unternehmen vor allem dort eingesetzt, wo digitale Zahlungen, klare Zuordnung und hohe Kontrolle erforderlich sind. Sie ersetzen eine klassische Firmenkreditkarte nicht vollständig, ergänzen diese aber gezielt für bestimmte Ausgabenarten und Nutzungsszenarien.

Online-Zahlungen und Abonnements sicher abwickeln

Ein zentraler Anwendungsfall virtueller Kreditkarten sind Online-Zahlungen. Dazu zählen Software-Abonnements, Cloud-Dienste, Marketing-Tools oder digitale Plattformen. Durch eigene Karten pro Anbieter lassen sich Zahlungen eindeutig zuordnen, Limits setzen und Karten bei Bedarf sofort sperren. Besonders bei wiederkehrenden Zahlungen erhöht das die Transparenz und reduziert das Risiko unerwünschter Abbuchungen.

Projekt- und Team-Budgets gezielt steuern

Virtuelle Kreditkarten eignen sich, um Budgets team- oder projektbezogen zu vergeben. Unternehmen können für ein Event, eine Kampagne oder ein internes Projekt eine eigene Karte erstellen und den maximalen Betrag festlegen. So bleiben Ausgaben klar begrenzt, ohne dass Mitarbeitende private Kreditkarten nutzen oder Auslagen einreichen müssen.

Remote-Teams und externe Mitarbeitende ausstatten

Für Remote-Teams und externe Mitarbeitende sind virtuelle Kreditkarten besonders praktisch. Karten können ortsunabhängig bereitgestellt werden, ohne Versand oder physische Übergabe. Gleichzeitig behalten Unternehmen die Kontrolle über Ausgaben, Kartenlaufzeiten und Berechtigungen. Das vereinfacht die Zusammenarbeit über Länder- und Standortgrenzen hinweg.

Geschäftsreisen und gelegentliche Ausgaben abdecken

Auch im Kontext von Geschäftsreisen kommen virtuelle Kreditkarten zum Einsatz, etwa für gelegentliche Reisende oder einmalige Reiseausgaben. Statt dauerhaft eine Plastikkarte auszugeben, können Unternehmen virtuelle Karten zeitlich begrenzen und gezielt für bestimmte Reisebuchungen oder Ausgaben freigeben.

Welche Vorteile hat eine virtuelle Kreditkarte für Unternehmen?

Virtuelle Kreditkarten bieten Unternehmen vor allem dort Vorteile, wo Sicherheit, Kontrolle und Effizienz bei Ausgaben im Vordergrund stehen. Im Vergleich zu klassischen Firmenkreditkarten lassen sich Zahlungen granularer steuern und transparenter auswerten.

Mehr Sicherheit bei Zahlungen und Kartendaten

Virtuelle Kreditkarten reduzieren das Risiko von Kartenmissbrauch deutlich. Jede Karte verfügt über eigene Kartendaten und kann auf einen bestimmten Betrag, Händler oder Zeitraum beschränkt werden. Einmalkarten oder kurz gültige Karten verhindern, dass kompromittierte Kartendaten erneut verwendet werden. Karten lassen sich zudem jederzeit deaktivieren, ohne andere Zahlungen zu beeinflussen.

Bessere Kontrolle über Ausgaben und Budgets

Unternehmen können für jede virtuelle Kreditkarte klare Ausgabenregeln definieren. Dazu gehören Betragslimits, zeitliche Begrenzungen oder die Nutzung für bestimmte Kategorien. Ausgaben werden so nicht erst im Nachhinein geprüft, sondern bereits beim Bezahlen gesteuert. Das erleichtert die Budgetkontrolle und reduziert Regelverstösse.

Hohe Transparenz durch Echtzeit-Transaktionen

Alle Zahlungen und Transaktionen mit virtuellen Kreditkarten werden unmittelbar erfasst und einem Karteninhaber, Team oder Projekt zugeordnet. Finanz- und Ausgabenteams erhalten so einen aktuellen Überblick über laufende Ausgaben, ohne auf Abrechnungszyklen oder manuelle Nachmeldungen angewiesen zu sein.

Effizientere Prozesse im Finanzteam

Virtuelle Kreditkarten vereinfachen interne Abläufe. Statt Auslagen zu erstatten oder Karten weiterzugeben, erfolgen Zahlungen direkt über zugewiesene Karten. Das reduziert Rückfragen, manuelle Abstimmungen und den administrativen Aufwand in Buchhaltung und Finanzabteilung.

Wie helfen virtuelle Kreditkarten bei Compliance und Ausgabenrichtlinien?

Virtuelle Kreditkarten unterstützen Unternehmen dabei, Ausgabenrichtlinien konsequent umzusetzen und Compliance-Anforderungen bereits im Zahlungsprozess zu verankern. Statt Ausgaben im Nachhinein zu kontrollieren, lassen sich Regeln direkt an die Karte knüpfen.

Ausgabenrichtlinien in Kartenregeln übersetzen

Unternehmen können virtuelle Kreditkarten so konfigurieren, dass sie nur für definierte Zwecke genutzt werden. Dazu zählen Betragsgrenzen, zeitliche Einschränkungen oder die Nutzung bei bestimmten Händlern und Kategorien. Zahlungen ausserhalb dieser Regeln werden gar nicht erst autorisiert. So wird Compliance technisch unterstützt, ohne zusätzliche manuelle Prüfprozesse.

Klare Verantwortlichkeiten durch Zuordnung zum Karteninhaber

Jede virtuelle Kreditkarte ist einem konkreten Karteninhaber, Team oder Projekt zugeordnet. Dadurch sind Ausgaben jederzeit nachvollziehbar. Verantwortlichkeiten sind klar definiert, was interne Abstimmungen vereinfacht und Rückfragen reduziert. Für Unternehmen entsteht so eine saubere Trennung zwischen privaten und geschäftlichen Zahlungen.

Digitale Nachweise und bessere Audit-Vorbereitung

Virtuelle Kreditkarten erleichtern die Dokumentation von Ausgaben. Transaktionen lassen sich eindeutig zuordnen und mit digitalen Belegen verknüpfen. Für Finanz- und Revisionsteams bedeutet das: weniger manuelle Nacharbeit, bessere Nachvollziehbarkeit und eine deutlich einfachere Vorbereitung auf interne oder externe Prüfungen.

Kontinuierliche Kontrolle statt nachträglicher Korrekturen

Da Ausgaben in Echtzeit sichtbar sind, können Unternehmen frühzeitig eingreifen, wenn Budgets überschritten werden oder ungewöhnliche Transaktionen auftreten. Compliance wird so zu einem laufenden Prozess und nicht zu einer nachgelagerten Korrekturaufgabe.

Eine ausführliche Betrachtung von Geschäftskarten und Ausgabenkontrolle findet sich im separaten Artikel Firmenkreditkarte: Nutzungsvereinbarung, Richtlinien & Compliance.

Welche Gebühren und Kosten können bei virtuellen Kreditkarten anfallen?

Die Kostenstruktur virtueller Kreditkarten hängt vom jeweiligen Kartenmodell und vom Anbieter ab. Für Unternehmen ist es wichtig zu verstehen, welche Gebühren grundsätzlich möglich sind, auch wenn konkrete Preise je nach Anbieter variieren.

Typische Gebühren bei virtuellen Kreditkarten

Virtuelle Kreditkarten können mit unterschiedlichen Gebühren verbunden sein. Dazu zählen unter anderem:

  • eine Jahresgebühr für die Karte oder das Kartenprogramm

  • Transaktionsgebühren pro Zahlung

  • Gebühren für zusätzliche Karten oder spezielle Funktionen

Nicht jede virtuelle Kreditkarte ist automatisch kostenpflichtig, dennoch sollten Unternehmen prüfen, welche Leistungen im jeweiligen Modell enthalten sind und welche Zusatzkosten entstehen können.

Kreditrahmen oder Aufladen: Auswirkungen auf Kosten und Liquidität

Bei virtuellen Kreditkarten erfolgt die Abrechnung über einen Kreditrahmen. Ausgaben werden gesammelt und später beglichen. Das kann die Liquiditätsplanung vereinfachen, erfordert aber klare Limits und Budgetkontrollen.

Virtuelle Prepaid-Kreditkarten werden dagegen vorab mit einem festen Betrag aufgeladen. Die Kosten sind dadurch klar begrenzt, es besteht jedoch kein finanzieller Spielraum über das verfügbare Guthaben hinaus. Dieses Modell eignet sich vor allem für zeitlich oder betragsmässig klar definierte Einsätze.

Unabhängig vom Modell sollten Unternehmen Gebühren, Abrechnungslogik und Zahlungsziele im Kontext ihrer internen Prozesse betrachten – nicht isoliert auf Kartenebene.

Welche Einschränkungen gibt es bei virtuellen Kreditkarten?

So flexibel virtuelle Kreditkarten sind, sie ersetzen nicht jede Form der Firmenkreditkarte vollständig. Für Unternehmen ist es wichtig, die praktischen Einschränkungen zu kennen, um den passenden Einsatzbereich zu wählen:

  • Kein oder eingeschränktes Abheben von Bargeld: Virtuelle Kreditkarten sind für digitale Zahlungen ausgelegt und in der Regel nicht für Bargeldabhebungen nutzbar.

  • Vor-Ort-Zahlungen meist nur über Wallet möglich: Kontaktloses Bezahlen funktioniert häufig nur über digitale Wallets. Ohne Wallet ist die Nutzung vor Ort eingeschränkt.

  • Begrenzte Akzeptanz in bestimmten Situationen: Bei Kautionen, Hotels oder Mietwagen wird oft eine physische Plastikkarte verlangt, sodass virtuelle Karten allein nicht ausreichen.

Wie finden Unternehmen die passende virtuelle Kreditkarte?

Die passende virtuelle Kreditkarte hängt weniger vom Kartentyp als von den internen Anforderungen eines Unternehmens ab. Entscheidend ist, wie Ausgaben gesteuert, verwaltet und ausgewertet werden sollen. Bei der Auswahl einer virtuellen Kreditkarte sollten Unternehmen insbesondere auf folgende Punkte achten:

  • Ausgabenkontrolle: Festlegung von Limits, Laufzeiten und Verwendungszwecken

  • Rollen und Berechtigungen: Trennung von Karteninhabern, Freigaben und administrativen Rechten

  • Transparenz und Reporting: Echtzeit-Übersicht über Zahlungen, Ausgaben und Transaktionen

  • Integration in bestehende Prozesse: Anbindung an Buchhaltung, Spesen- oder Reisemanagement

Diese Kriterien sind wichtiger als einzelne Kartenfunktionen, da sie bestimmen, wie gut sich virtuelle Kreditkarten in den Finanzalltag integrieren lassen.

Fragen für den Vergleich virtueller Kreditkarten

Bei der Auswahl der richtigen virtuellen Firmenkreditkarte hilft eine strukturierte Fragenliste:

  • Für welche Ausgaben sollen virtuelle Karten genutzt werden?

  • Werden Einmalkarten, wiederkehrende Karten oder beide Varianten benötigt?

  • Soll ein Kreditrahmen genutzt oder mit Prepaid-Guthaben gearbeitet werden?

  • Welche Anforderungen bestehen an Kontrolle, Compliance und Nachvollziehbarkeit?

Ein detaillierter Vergleich von Anbietern und Kartenlösungen finden Sie  im Artikel Beste Firmenkreditkarte: Vergleich & Auswahlkriterien für Unternehmen.

Virtuelle Kreditkarten mit Perk

Mit Perk Pay bietet Perk eine integrierte Lösung für virtuelle Kreditkarten im Unternehmenskontext. Die Plattform ermöglicht die sofortige Ausstellung virtueller Karten für Online-Zahlungen, Abonnements und Geschäftsreisen – ohne physische Karte und ohne lange Genehmigungsprozesse. Karten können in wenigen Klicks erstellt, mit individuellen Ausgabenlimits versehen und bei Bedarf unmittelbar deaktiviert werden.

Perks virtuelle Karten kombinieren Echtzeit-Tracking, KI-gestützte Automatisierung und erweiterte Sicherheitsmechanismen. Dazu zählen Einmalkarten, flexible Budgetgrenzen sowie eine automatisierte Betrugserkennung, die auffällige Transaktionen identifiziert. Alle Transaktionen werden unmittelbar erfasst und transparent ausgewertet, was Abstimmungen, Reporting und Compliance im Finanzteam vereinfacht.

Die Lösung ist international einsetzbar, mit gängigen Zahlungsnetzwerken und digitalen Wallets kompatibel und unterstützt mehrwährungsfähige Zahlungen. Durch KI-gestützte Kategorisierung und automatisierte Abstimmungsprozesse lassen sich digitale Ausgaben zentral steuern und effizient verwalten.

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Cardless & Zukunft: Werden Karten durch andere Zahlarten ersetzt?

Virtuelle Kreditkarten sind Teil einer allgemeinen Entwicklung hin zu digitalen und „cardless“ Zahlungsprozessen. Neben Karten gewinnen auch direkte Konto-zu-Konto-Zahlungen (Account-to-Account) an Bedeutung. In der Praxis ergänzen sich diese Zahlungsarten:

Account-to-Account-Zahlungen eignen sich vor allem für direkte, standardisierte Zahlungen zwischen bekannten Geschäftspartnern, etwa bei regelmässigen Rechnungen oder internen Transfers. Sie sind kosteneffizient und transparent, bieten jedoch nur begrenzte Möglichkeiten zur Steuerung einzelner Ausgaben.

Kreditkartenzahlungen – insbesondere mit virtuellen Kreditkarten – ergänzen dies dort, wo Flexibilität, sofortige Zahlungsfähigkeit und Ausgabenkontrolle erforderlich sind. Karten ermöglichen Zahlungen bei einer Vielzahl von Anbietern, lassen sich mit Limits und Regeln versehen und sind unabhängig von festen Rechnungsläufen nutzbar. In der Praxis kombinieren Unternehmen beide Zahlungsarten, um je nach Anwendungsfall Kosten, Kontrolle und Effizienz auszubalancieren.

FAQ – häufige Fragen zur virtuellen Kreditkarte

Ist eine virtuelle Kreditkarte sofort verfügbar?

Worin unterscheidet sich eine virtuelle Kreditkarte von einer klassischen Firmenkreditkarte?

Kann man mit einer virtuellen Kreditkarte Geld abheben?

Kann man mit einer virtuellen Kreditkarte kontaktlos bezahlen?

Für welche Unternehmen eignen sich virtuelle Kreditkarten besonders?

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